5 Schritte für eine intelligente Lieferkettenplanung

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Die Lieferkettenplanung hat sich seit ihren Anfängen deutlich verändert. Damals setzten Unternehmen vornehmlich Enterprise-Resource-Planning(ERP)-Systeme für die unternehmensweite Zusammenarbeit und Datennachverfolgung ein. Heutzutage zählen viele Unternehmen bei der Planung auf eine Kombination aus Tabellen und ERP-Systemen. Dies sind durchaus sinnvolle Methoden für die Businessplanung – allerdings nur bis zu einem gewissen Grad. Warum ist das so?

Ganz einfach, die Planung mithilfe von Tabellen ufert schnell in ein unzusammenhängendes Durcheinander aus. Werden Prognosezahlen beispielsweise aktualisiert und allen Betroffenen im gesamten Unternehmen (z. B. Vertrieb, Finanzwesen und Operations) zugänglich gemacht? Werden die Bestandszahlen aus früheren Versionen einer Tabelle sorgfältig in eine neue Version übertragen? Was passiert im Falle eines unvorhergesehenen Ereignisses in der Lieferkette, wie z. B. einem Großbrand in einem wichtigen Verteilzentrum? Oder bei einem Erdbeben, das die Fertigungsprozesse bei einem Hauptlieferanten zum Erliegen bringt? Wie können Sie dafür sorgen, dass Ihre Planungsprozesse für die Lieferkette dazu beitragen, die übergreifenden Unternehmensziele des jeweiligen Jahres zu erreichen?

Dies sind nur einige der Fragen, die die Verantwortlichen für die Lieferkettenplanung berücksichtigen müssen. Im Folgenden finden Sie eine Checkliste der Maßnahmen, die ein Unternehmen unserer Ansicht nach ergreifen sollte, um über die Planungsmöglichkeiten zu verfügen, die erforderlich sind, um auf einem schnell wachsenden globalen Markt erfolgreich zu sein.

1. Steigen Sie auf Echtzeit-Lieferkettenplanung um

Bei der Planung mit ERP-Systemen und Tabellen arbeiten Unternehmen für gewöhnlich mit historischen Daten, die wenig Spielraum für Anpassungen im Falle plötzlicher Änderungen bei Angebot oder Nachfrage offen lassen. Beispielsweise kann ein Unternehmen auf Grundlage der Vorjahreszahlen abschätzen, wie viele Exemplare eines Produktes es im nächsten Quartal voraussichtlich verkaufen wird. Was aber, wenn eines der Hauptverteilzentren in einem starken Unwetter zerstört wird, sodass die Regale nicht ausreichend gefüllt werden können? Mit einer Echtzeit-Planungslösung wie Anaplan können Sie auf Tabellen verzichten sowie auf der Grundlage umfassender Was-wäre-wenn-Szenarien die möglichen Auswirkungen solcher Zwischenfälle auf die Lieferkette abschätzen und entsprechende Maßnahmen effektiver und frühzeitig planen.

2. Führen Sie Lieferkettenplanung und Unternehmensplanung zusammen

Ein zweiter wesentlicher Schritt besteht darin, die traditionell separat durchgeführte Lieferkettenplanung mit der Vertriebs- und Operationsplanung (Sales and Operations Planing, S&OP) und der Finanzplanung zusammenzuführen. Unternehmen können davon profitieren, ihre kurzfristige Verkaufs- & Betriebsplanung mit ihren weiter gefassten Businessplanungsprozessen zu synchronisieren, um Bestandsprognosen und Lieferungen in Echtzeit zu aktualisieren. Da Echtzeit-Lösungen eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen, können alle Beteiligten im gesamten Unternehmen neue Szenarien entwickeln und innerhalb kürzester Zeit einschätzen, wie sie ihre Ressourcen so einschätzen können, dass auch bei unvorhergesehenen Zwischenfällen eine optimale Rentabilität erzielt wird.

3. Sehen Sie die Nachfrage beim Endkunden voraus

Verbrauchsgüterunternehmen sehen sich stets mit der Herausforderung konfrontiert, die Wünsche ihrer Kunden und den genauen Zeitpunkt der Nachfrage möglichst genau vorauszusehen. Eine Lösung, über die Sie auf Echtzeit-Daten zugreifen können, verleiht der eigentlichen Lieferkette eine einmalige Transparenz. Unternehmen sollten allerdings dennoch über den Tellerrand ihres bestehenden Netzwerkes aus Großhändlern und Einzelhändlern hinausblicken und die neuesten Erkenntnissen der Marktforschung sowie aktuelle Ereignisse heranziehen, um hieraus mögliche Anzeichen im Hinblick auf die Kundennachfrage ableiten zu können. Wenn Sie die Stimmung der Kunden schnell erkennen und darauf aufbauend etwaige Steigerungen oder Senkungen der Nachfrage nach Ihrem Produkt einschätzen können, werden sowohl Ihr Unternehmen als auch Ihre Partner und Kunden davon profitieren, da Sie so die Rentabilität verbessern und die Produkte genau dann anbieten können, wenn sie gebraucht werden.

4. Nutzen Sie Echtzeit-Daten aus allen Gliedern der Lieferkette

Die Lieferkettenplanung umfasst üblicherweise unzählige Zulieferer, Kanäle, Kunden und einmalige Aktionen, sodass die entsprechenden Modelle schnell horrende Ausmaße annehmen und sich oft als umständlich erweisen – ganz besonders, wenn für die Planung in erster Linie Tabellen verwendet werden. Mit einer Lösung, die auf Echtzeit-Daten zurückgreift, können Sie präzisere Pläne entwerfen und darüber hinaus das Risiko von Fehlbeständen oder eines unnötig großen Lagerbestandes reduzieren.

5. Verleihen Sie sich die nötige Flexibilität, um auf Veränderungen zu reagieren

Durch die Implementierung einer Lösung, die Ihnen Planungsmöglichkeiten bietet und Ihnen zugleich die Fähigkeit verleiht, flexibel auf plötzliche Veränderungen in der Lieferkette zu reagieren, können Sie Ihre Pläne jederzeit anpassen und Szenarien in Echtzeit vergleichen, wodurch Sie Zeit und Geld sparen und gleichzeitig die Rentabilität verbessern.

Wie bereits an anderer Stelle in diesem Beitrag erwähnt, nutzen viele Unternehmen für ihre Planung noch immer eine Kombination aus überholten ERP-Systemen und Tabellen. Angesichts des beständigen technologischen Fortschritts und der zunehmend globalen Ausrichtung der Lieferkette wird die Verwendung von Plattformen wie Anaplan für Unternehmen jedoch immer attraktiver, da Benutzer hiermit im gesamten Unternehmen zusammenarbeiten und in kürzester Zeit auf Veränderungen in Lieferkette reagieren können, um die Geschäftsziele stets fest im Blick zu behalten.

Nähere Informationen finden Sie in unserem App Hub unter den Anwendungen für Operations und die Lieferkette (Supply Chain) von Anaplan.

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