Der Mythos von S&OP

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Thor und Loki, zwei Götter aus der nordischen Mythologie, haben in letzter Zeit sehr viel Aufmerksamkeit erhalten. Dies lässt sich vermutlich auf die beiden sehr erfolgreichen Filme „Avengers“ und „Thor“ zurückführen. Es gäbe da auch noch den klassischen griechischen Mythos über die Gorgone Medusa und wie Perseus sie besiegte, um seine Mutter aus den Klauen eines intriganten Königs zu befreien. Mythen werden von Generation zu Generation überliefert. Wer mag denn auch keine spannenden Geschichten? Das sind sie aber dann letztendlich auch nur – Geschichten. Dasselbe gilt für die beliebtesten Mythen rund um Sales & Operations Planning (S&OP).

In einem kürzlich veröffentlichten Bericht zeigte Supply Chain Insights (SCI) die beliebtesten S&OP-Mythen* auf. In diesem Blog befassen wir uns mit einigen dieser Mythen und erklären Ihnen, warum der Glaube an diese Mythen negative Auswirkungen auf die Entwicklung Ihres Unternehmens haben kann.

Mythos 1: Unternehmen benötigen keine Planungslösung, um einen effektiven S&OP-Prozess voranzutreiben.

Es geht tatsächlich mehr darum, die richtige Lösung zu finden, um die Effektivität der aktuellen S&OP-Prozesse innerhalb Ihres Unternehmens zu verbessern. Laut dem Bericht stehen Unternehmen Planungslösungen eher skeptisch gegenüber, da sie mit der aktuellen Situation, ihren Excel-Tabellen und den Geschäftsanwendungen im Unternehmen eigentlich ganz zufrieden sind. Stellen Sie sich einmal eine Welt vor, in der Sie keine andere Wahl haben, als sämtliche Verkäufe und Vorgänge manuell in einer Tabelle festzuhalten. Wie effektiv kann ein Unternehmen sein, in dem mit Tabellen gearbeitet wird? Wie sehr kann es noch wachsen? Die Chancen für Wachstum stehen relativ schlecht. Allerdings ist nur jedes zweite der von SCI befragten Unternehmen der Meinung, dass seine internen Prozesse effektiv seien.

Stellen Sie sich diese Prozesse nun einmal auf globaler Ebene vor – zum Beispiel die Zusammenarbeit mit einem Lieferanten in China, wenn Sie in den USA sitzen. Ohne das richtige Tool erhalten Sie nie einen transparenten Einblick in die Prozesse des Lieferanten. Mit der richtigen Lösung können Sie diese Prozesse effektiver gestalten, da Sie von einer zentralen Stelle aus mit Lieferanten, Zwischenhändlern und weiteren Handelspartnern zusammenarbeiten können.

Mythos 2: S&OP kann mithilfe einer Tabelle effektiv modelliert werden.

Das ist natürlich möglich – unter der Annahme, dass Daten und der Markt statisch wären. Der Markt verändert sich allerdings ständig und eine Modellierung in Tabellen kann verhindern, dass Ihr Unternehmen angemessen auf Probleme reagieren kann. Unternehmen müssen während des S&OP-Prozesses auch noch die unterste Detailebene freilegen. Tabellen sind natürlich wichtig für ein Unternehmen und ein guter Ausgangspunkt, aber sie erfüllen schlichtweg nicht die Anforderungen, um das Wachstum voranzutreiben und die Rentabilität zu verbessern, da sie keine „Was wäre, wenn“-Szenarien abbilden oder einen detaillierten Einblick in die Daten vermitteln können.

Auf der anderen Seite können Sie mithilfe einer sorgfältig ausgewählten Lösung die Auswirkungen von unerwarteten oder geplanten Ereignissen analysieren, um die optimale Reaktion zu bestimmen, indem Sie „Was wäre, wenn“-Szenarien erstellen und diese in Echtzeit vergleichen. Dies ist sogar für Änderungen bei den Stammdaten möglich, wie beispielsweise bei der Einführung neuer Produkte – und diese Möglichkeit bieten Tabellen leider nicht.

Sind Sie weiterhin der Meinung, dass Tabellen die beste Lösung sind? Hier kommen noch einige Denkanstöße: Laut der Association of Chartered Certified Accountants (ACCA) enthalten mehr als 90 Prozent aller Tabellen Fehler. Gleichzeitig sind mehr als 90 Prozent der Tabellenanwender davon überzeugt, dass ihre Dokumente fehlerfrei sind.**

Mythos 3: Lieferketten bewegen sich so schnell, dass Unternehmen keine Zeit für die Planung haben.

Lassen Sie uns das einmal anders formulieren: „Lieferketten bewegen sich so schnell, dass Unternehmen, die nicht über die richtige Planungsplattform verfügen, keine Zeit für die Planung haben.“

Die erforderliche Technologie, um mit den Änderungen bei Angebot und Nachfrage Schritt zu halten, existiert bereits. Müssen Sie Ihre Lieferkette schon eine Woche oder einen Monat im Voraus planen? Mit der richtigen Lösung, wie der Supply Chain Planning App von Anaplan können Sie Situationen umgehend analysieren, um die beste Planung für die Lieferkette zu bestimmen.

Kommen Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nach.

Laut SCI gewinnt S&OP immer mehr an Bedeutung und ein Unternehmen ist nicht dazu in der Lage, seine Geschäftsziele zu erreichen, „ohne Technologien einzusetzen.“ Aktuell ist eine Vielzahl von Planungslösungen auf dem Markt vertreten. Es obliegt Ihnen, Ihrer Sorgfaltspflicht nachzukommen, um zu bestimmen, welche Lösung für Ihr Unternehmen am besten ist – und diese S&OP-Mythen endgültig in die Welt der Märchen und Mythologie zu verbannen.

Welchen S&OP-Mythen sind Sie schon begegnet? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar dazu.

* Cecere, Lora. „Putting Together the Pieces: The S&OP Technology Landscape in 2015.“ Supply Chain Insights (2015).
** Association of Chartered Certified Accountants (ACCA), „Talking Technology – Spreadsheet Solutions“, erschienen am 11. August 2015. Letzter Zugriff: 11. Dezember 2015 

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