Die Angebotsplanung ist der Motor jedes Unternehmens, das physische Produkte herstellt, bewegt oder verkauft. Richtig umgesetzt sorgt sie dafür, dass die richtigen Produkte zur richtigen Zeit in der richtigen Menge verfügbar sind, ohne unnötig Kapital in Überbeständen zu binden. Eine schlechte Umsetzung hingegen kann zu kostspieligen Fehlbeständen, Produktionsverzögerungen, unzufriedenen Kunden und Umsatzeinbußen führen.
In der unvorhersehbaren globalen Landschaft von heute, die von Nachfrageschwankungen, Lieferengpässen und geopolitischen Störungen geprägt ist, ist die Angebotsplanung sowohl kritischer als auch komplexer geworden. Dieser Blog erklärt, was Angebotsplanung ist, welche Herausforderungen Angebotsplaner bewältigen müssen, was eine gute Angebotsplanung von einer schlechten unterscheidet und warum die besten Unternehmen bei der Angebotsplanung auf intelligente Lösungen wie Anaplan setzen, um einen Schritt voraus zu sein.
Was ist Angebotsplanung?
Im Großen und Ganzen versteht man unter Angebotsplanung den Prozess, Angebot und Nachfrage so kosteneffizient wie möglich in Einklang zu bringen. Die Angebotsplanung liefert Antworten auf die folgenden zentralen Fragen:
- Welche Produkte müssen wann und wo hergestellt werden, um die Kundennachfrage zu erfüllen?
- Welche Lieferanten sollen Materialien liefern und in welchem Zeitrahmen?
- Wie sollen begrenzte Ressourcen, z. B. Arbeitskraft, Kapazitäten und Rohstoffe, zur Umsetzung der unternehmerischen Prioritäten eingesetzt werden?
Ein guter Angebotsplanungsprozess vereint Nachfrageprognosen, Produktionskapazitäten, Verfügbarkeit der Lieferanten und Lagerhaltungsstrategien zu einem synchronisierten Plan. Das Ziel: die Kundenerwartungen erfüllen, die Kosten minimieren und die Effizienz maximieren.
Die Herausforderungen der modernen Angebotsplanung
Während sich die Prinzipien der Angebotsplanung kaum verändert haben, hat sich das Umfeld stark gewandelt. Angebotsplaner müssen heutzutage mit mehr Unsicherheit, Komplexität und Geschwindigkeit als je zuvor zurechtkommen. Zu den größten Herausforderungen zählen:
- Globale Störungen: Geopolitische Instabilität, Pandemien und extreme Wetterereignisse lassen Supply Chains zunehmend fragil werden.
- Schwankende Nachfrage: Verändertes Konsumentenverhalten und kürzere Produktlebenszyklen führen zu häufigen Abweichungen zwischen Prognosen und Realität.
- Lieferantenzuverlässigkeit: Erweiterte Netzwerke und die Abhängigkeit von einzelnen Quellen erhöhen das Risiko von Verzögerungen oder Engpässen.
- Kapazitätsengpässe: Arbeitskräftemangel, Materialknappheit und Transportengpässe erschweren eine präzise Kapazitätsplanung.
- Isolierte Systeme: Viele Unternehmen arbeiten noch mit Tabellenkalkulationen oder voneinander getrennten Systemen, was zu Informationslücken und Ineffizienzen führt.
- Kostendruck: Steigender Druck auf effektives Umlaufvermögen und Lagerbestandsmanagement belastet die Bilanz.
Planer befinden sich oft im Krisenmodus – sie reagieren auf Probleme, anstatt proaktiv belastbare und optimierte Pläne zu gestalten.
Gute und weniger gute Ansätze
Um die Unterschiede zwischen verschiedenen Ansätzen für die Angebotsplanung zu verstehen, hilft ein direkter Vergleich:
| Herkömmliche Angebotsplanung | Moderne Angebotsplanung |
| Reaktiv: reagiert auf Engpässe oder Überschüsse erst, wenn sie auftreten | Proaktiv: antizipiert Risiken und integriert Notfallpläne |
| Isoliert: abhängig von Tabellen, E-Mails oder getrennten Systemen mit eingeschränkter Transparenz | Integriert: vernetzte Datenflüsse über Lieferanten, Produktion, Finanzen und Vertrieb hinweg |
| Kurzfristig: nur auf die nächste Woche oder den nächsten Monat fokussiert | Langfristig: Ausgewogenheit zwischen kurzfristigem Bedarf und strategischer Kapazitätsplanung |
| Starr: kann bei Nachfrageschwankungen oder Bedarfsänderungen nicht schnell reagieren | Flexibel: ermöglicht Szenariomodellierung und schnelle Kurskorrekturen |
| Intuitionsbasiert: Entscheidungen beruhen auf Erfahrung oder Schätzungen | Datengestützt: verwendet Analysen, Optimierungsalgorithmen und Echtzeit-Transparenz als Basis |
Der Unterschied ist deutlich: Veraltete Methoden der Angebotsplanung schwächen Rentabilität und Resilienz, während eine moderne Angebotsplanung einen Wettbewerbsvorteil schafft. Doch in einer Welt wachsender Komplexität reichen selbst „gute“ Ansätze oft nicht mehr aus.
Der beste Ansatz
Die Realität ist, dass die Angebotsplanung nicht länger durch manuelle Prozesse oder isolierte Altsysteme gesteuert werden kann. Die Herausforderungen unserer Zeit erfordern intelligente, vernetzte Anwendungen, die Milliarden von Variablen verarbeiten, Erkenntnisse in Echtzeit liefern und die operative Planung mit den finanziellen Prioritäten in Einklang bringen können.
Genau hier setzt die Anaplan Supply Planning Applikation an.
Unsere sofort einsatzbereite Applikation bietet einen intelligenteren und schnelleren Weg zu einer überragenden Angebotsplanung. Anstatt Monate mit der Entwicklung maßgeschneiderter Lösungen von Grund auf zu verbringen, können Unternehmen sofort erweiterte Funktionen „out of the box“ nutzen und nahtlos in bestehende Systeme und Prozesse integrieren.
Das zeichnet unsere Lösung aus:
- Produktionsoptimierung: automatische Bewertung von Millionen von Kombinationen für die Angebotsplanung, um einen optimierten Plan zu erstellen, und zwar unter Berücksichtigung von Material- und Kapazitätsbeschränkungen. Dabei ist es unerheblich, ob der Fokus auf Umsatz, Marge oder Kundenservice liegt.
- Fortschrittliche Modellierung: Verwendung des Anaplan Optimizer zur Simulation von Milliarden potenzieller Szenarien, wobei nahezu unbegrenzte Restriktionen berücksichtigt werden, um schnell den besten Handlungsweg zu ermitteln.
- Kapazitätsplanung: Berücksichtigung von Disposition, Prozesszeiten, Schichtplänen, Überstunden und vertraglich vereinbarter Kapazität, um genau zu bestimmen, was benötigt wird, sodass die Nachfrage ohne unnötige Kosten erfüllt wird.
- Maximale Ressourcenauslastung: Abgleich der Angebotspläne mit Stücklisten (BOMs), Lagerbeständen und verschiedenen Fertigungsmethoden, um eine effiziente und kostengünstige Produktion sicherzustellen.
- Szenarioplanung: Test mehrerer „Was-wäre-wenn“-Szenarien wie Lieferverzögerungen, Nachfragespitzen oder Kapazitätsänderungen und Analyse der finanziellen sowie operativen Auswirkungen, bevor Entscheidungen getroffen werden.
- Handlungsorientierte Erkenntnisse: Generierung optimierter Produktions- und Bestellvorschläge, die direkt an die ERP-Systeme zur Ausführung übergeben werden können.
- Eine einzige Quelle mit Echtzeit-Informationen: Pläne werden sofort übermittelt, sodass alle Beteiligten auf der Grundlage derselben Informationen handeln.
Mit diesen Funktionen können sich Angebotsplaner vom reaktiven Krisenmanagement verabschieden und zu strategischen Entscheidern werden. Anstatt durch veraltete Tools oder bloße Vermutungen eingeschränkt zu sein, können sie fundiert Fragen beantworten, z. B.:
- Wie wirkt sich der Ausfall eines wichtigen Lieferanten auf die Marge aus?
- Wie verteilen wir begrenzte Kapazitäten optimal auf mehrere Produktlinien?
- Welches Vorgehen ist am rentabelsten, wenn die Nachfrage in einer Region plötzlich schwankt?
- Wie kann ich Risiken durch veraltete oder überschüssige Bestände frühzeitig minimieren?
Das Ergebnis: eine Supply Chain, die resilienter, effizienter und profitabler ist.
Von „gut genug“ zu „beste Wahl“
Das Abwägen von Kompromissen war schon immer Teil der Angebotsplanung. Doch in der heutigen volatilen und anspruchsvollen Geschäftswelt reicht „gut genug“ nicht mehr aus. Erfolgreich sind die Unternehmen, die intelligente, vernetzte Anwendungen nutzen, die Komplexität modellieren, sich schnell anpassen und das Angebot mit den Unternehmenszielen in Einklang bringen können.
Die beste Wahl für eine erfolgreiche Planung ist klar: Unsere Supply Planning Applikation liefert Geschwindigkeit, Intelligenz und Anpassungsfähigkeit und ist sofort einsatzbereit. Ob Stücklistenverwaltung, Lieferantenkooperation oder mehrstufige Kapazitätsplanung, Anaplan verwandelt die Angebotsplanung von einem Risikofaktor in einen Treiber für Resilienz und Wachstum.