Erschließen Sie die Schlüsselkennzahlen und externen Daten, die Sie für mehr Agilität in Ihrer Sales- & Operations-Planung (S&OP) benötigen.
In einer Zeit, die von einer dauerhaft schwankenden Konsumnachfrage, ständigen Disruptionen und immer volatileren Rohstoffpreisen geprägt ist, wird Connected Planning rasch zu einer Fähigkeit, auf die man nicht mehr verzichten kann. Sales- & Operations-Planung (S&OP) ermöglicht ein effizienteres Supply Chain-Management und richtet die Ressourcen einer Organisation darauf aus, das zu liefern, was ihre Kunden brauchen (und dabei rentabel zu bleiben).
Hier beschreiben wir drei Wege, wie Sie Ihre Supply Chain-Planung verbessern können, um sowohl zusätzliche Prioritäten zu unterstützen und die Kundennachfrage zu bedienen, als auch die Finanzziele Ihres Unternehmens zu erreichen.
1. Den S&OP-Prozess mit erweiterter Analytik optimieren
Traditionell war Planung primär in der Supply Chain angesiedelt. Heute jedoch erlauben es digitale und moderne Analyseverfahren, komplexe Trade-offs zwischen Funktionen wie Vertrieb (einschließlich Werbeaktionen), Produktion und der Supply Chain auszugleichen.
Als integriertes Management-Tool befähigt S&OP Sie, sich auf die wichtigsten Treiber der Supply Chain zu konzentrieren. Dazu gehören Vertrieb, Marketing, Nachfragemanagement, Produktion, Bestandsmanagement sowie die Einführung, das Auslaufen und die Ablösung von Produkten (Supersessions).
Mithilfe von Planungstools können Führungskräfte im gesamten Unternehmen Datentrends und -muster identifizieren, die Zusammenarbeit stärken und eine datengesteuerte Entscheidungsfindung fördern. Um wirklich erfolgreich zu sein, müssen Führungskräfte und Entscheidungsträger die Wechselwirkungen zwischen Projekten, Promotionen, Produkteinführungen und Produkteinstellungen erkennen und sich mit ihnen beschäftigen.
Das bedeutet mitunter, Daten aus einer Vielzahl von Quellen zusammenzutragen und die Expertise von kompetenten Teams (wie Business Intelligence) anzuwenden, um für wechselnde Szenarien die besten Ergebnisse zu planen. Organisationen mit ausgereifter S&OP nutzen fortschrittliche Analysetools, um Szenarien und deren Auswirkungen auf das Geschäft in Echtzeit zu berechnen.
2. Externe Daten nutzen und bessere Nachfrageprognosen erzielen
Ohne ein klares Verständnis der Nachfrage sind Unternehmen nicht in der Lage, Aufträge dauerhaft optimal auszuführen und eine kontinuierliche Lieferung zu gewährleisten. Die Nachfrage präzise zu managen ist allerdings leichter gesagt als getan. Oft muss eine immense Datenmenge analysiert werden, um anhand von früheren Verkaufszahlen, anstehenden Produkteinführungen, Marketingpromotionen und sonstigen Vertriebsdaten akkurate Prognosen zu erhalten und die zukünftige Nachfrage zu antizipieren.
Wer seine Planung für das laufende Jahr ausschließlich auf die Ereignisse des Vorjahrs stützt, läuft Gefahr zu scheitern. Schließlich können sich Nachfragemuster von Woche zu Woche, Monat zu Monat und Jahr zu Jahr massiv verändern.
Um mit dem Tempo des Wandels Schritt halten zu können und wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen ihre Planungs- und Prognoseprozesse heute öfter durchführen als einmal im Jahr oder im Quartal. So hilft Ihnen beispielsweise Demand Sensing, häufiger Prognosen zu erhalten (z. B. einmal am Tag). Mit dieser Methode können Einzelhändler die Genauigkeit erhöhen, kurzfristige Unausgewogenheiten im Bestand identifizieren und schneller auf dynamische Veränderungen reagieren.
Ein zentraler, vernetzter Echtzeitüberblick über die Nachfrage hilft Ihnen, geschickt auf Disruptionen zu reagieren und den Umsatz präzise vorherzusagen. Führungskräfte und Entscheidungsträger sollten externe Datensets wie POS-Daten, Wettervorhersagen und sogar Smartphone-Standorten integrieren, um die wirkliche Nachfrage auf Kunden- und Verkaufskanalebene zu prognostizieren.
Mithilfe einer Kombination aus Verbrauchererkenntnissen, externen Daten und eigenen Kundendaten können Führungskräfte Veränderungen im Verbrauch, Channel Mix oder selbst in der Produktnachfrage nach PLZ besser antizipieren – für eine langfristige Planung und S&OP.
Diese Kombination aus erweiterten Data Analytics untermauert von maschinellem Lernen und beschleunigten Liefermechanismen wird es Ihnen ermöglichen, die Wünsche Ihrer Kundschaft zu antizipieren und zu befriedigen, bevor sie sich dieser bewusst wird. Im Gegensatz dazu ignorieren Unternehmen, die hinterherhinken, Kennzahlen zur Prognosegenauigkeit und verpassen Erkenntnisse aus externen Daten – und somit auch die Gelegenheit, ihre zukünftigen Planungskompetenzen voranzubringen.
3. Die Angebotsplanung mit wichtigen Kennzahlen untermauern
Wer sagt, Supply Chain-Management sei ein feiner Balanceakt, untertreibt massiv. Und durch die Beziehungen zwischen einer Vielzahl von Geschäftsbereichen, internen Stakeholdern und externen Anbietern wird es nur noch komplexer.
Angesichts der laufenden Disruptionen stellt die Angebotsplanung für viele Organisationen inzwischen den wichtigsten Schwerpunkt dar. Angebotsplaner müssen Nachfrageprognosen sorgfältig interpretieren und eine Roadmap erstellen, um dieser Nachfrage gerecht zu werden. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit mit Logistik, Finanzen, Operations und Fertigung.
In manchen Fällen gelingt es Unternehmen, Angebotsengpässe zu überwinden, indem sie Überbestände anhäufen. Um höhere Rentabilität zu erreichen, ist diese Strategie jedoch nicht optimal. Indem Unternehmen die Angebotsplanung optimieren und sie besser auf die Nachfrage ausrichten, können sie ihr Umlaufvermögen optimal nutzen und Bestandsentscheidungen treffen, die maximalen Mehrwert liefern.
Fortlaufende Herausforderungen hinsichtlich des Angebots erfordern eine ganzheitliche Bewertung von Risiken und Chancen – einschließlich Umsatz, Gewinnmargen, Services Levels, Vertragsstrafen wegen mangelnder Performance und Auswirkungen auf Kunden – und die Fähigkeit, sie zu messen.
Mit KPIs können Sie Stärken und Schwächen identifizieren und analysieren, um eine datengesteuerte Entscheidungsfindung zu ermöglichen. Berücksichtigt werden sollten Kennzahlen wie Auftragsquoten, Lagerhaltungskosten, Lagerbestandsquoten, Lagerumschlagshäufigkeit und Zykluszeit. Führungskräfte im Supply Chain-Management sollten spezifische Parameter einführen, nach denen sie die Performance quantifizieren können.
Echte Kundenorientierung bedeutet, dass Daten zur Kundenzufriedenheit und -bindung im Vordergrund stehen. Dies erfordert ein besonderes Augenmerk auf die Quote perfekter Aufträge (d. h. Aufträge, die pünktlich ankamen und die richtigen Artikel enthielten), da diese Kennzahl sich am stärksten auf den Nettogewinn auswirkt.
Letztlich sollten Sie jedoch Daten auf allen Ebenen abfragen – alles von der groben Kapazitätsplanung auf Makroebene bis hin zu den individuellen Produktions- und Logistikzeitplänen auf Mikroebene.
Identifizieren Sie Vorteile und Chancen: Steuern Sie Ihre S&OP mit Echtzeit-Signalen und fundierten Prognosen.
Dieser Inhalt wurde ursprünglich auf bedfordconsulting.com veröffentlicht.